GRÄFLICH SCHAFFGOTSCH`SCHE JOSEPHINENHÜTTE
Glasfabrik, Glasraffinerie, Schreiberhau/Schlesien, gegründet 1842 - 1973 tätig
mundgeblasenes glasklares Glas mit Eisglasdekor und grünen Fäden überfangen
Schaffgotsch, Leopold Graf gründet 1842 in Schreiberhau eine Hohlglashütte, die er nach seine Frau Josephine genannt. Unter der Leitung von Franz Pohl (1818-1884) entwickelt sich die Hütte zum
bedeutendsten Glasunternehmen in Schlesien. Der Firma wird ein eigener Veredelungsbetrieb für Schliff, Gravur und Malerei angeschlossen. Franz Pohl (1843-1896) übernimmt 1884 die künstlerische
Leitung von seinem Vater. 1923 erfolgt der Zusammenschluss mit den Firmen Fritz Heckert auch Petersdorf in Schlesien und Neumann & Staebe aus Hermsdorf/Kynast zu einer Aktiengesellschaft, die
unter dem Namen Jo-He-Ky AG firmiert. Es kommt aber schon bald zu einer Umbenennung in Reichsgräflich Schaffgotsch`sche Josephinen-Hütte.
Das Unternehmen stellt Kristallglas, Vasen, Luxusgläser und Tafelservice her, häufig in Anlehnung an Schöpfungen des 18. Jahrhunderts, wie die Gläser der Lauensteiner Hütte. Nach dem zweiten
Weltkrieg übersiedelt das Werk 1950 nach Schwäbisch Gmünd und wird 1973 an die Firma Villeroy & Boch in Wadgassen verkauft, dann aufgelöst.
Höhe: 16,5 cm
Durchmesser: ca. 11 cm
EURO 600,--
